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Bildliche Interpretationen zu Dichtungen des Orients und Okzidents

Was Johann Wolfgang von Goethe für deutsche Schüler ist, findet seinen nahöstlichen Gegenpart in dem persischen Dichter Hafes (oder Hafis). Seine für westliche Ohren ungewohnten Verse entstanden im 14. Jahrhundert und erzählen kleine Geschichten aus dem Alltag des Dichters. Es geht meist um unerwiderte Liebe, Trennung und Sehnsucht, aber auch das Schwärmen für die Schönheit und Reize der angebeteten Person.
Es gibt weiterhin Meditationen über die Vergänglichkeit des Lebens und die Unvermeidbarkeit des Schicksals wie auch die Aufforderung zum Lebensgenuss, Kritik der religiösen Scheinheiligkeit und Verse mit Inhalten aus dem Bereich der Mystik.
Nachdem sein Hauptwerk Diwan ins Deutsche übersetzt wurde, war Goethe von den Versen begeistert; sein west- östlicher Diwan wurde stark von Hafes inspiriert.
 
Die zweite Inspirationsquelle für die Bilder dieses Projektes ist  das Hohelied Salomons, eine Sammlung von Liebesliedern, deren Zuordnung zu König Salomon unter Historikern umstritten ist. 

Die zweieinhalb Tausend Jahre alten Verse beschreiben auf sehr poetische Art das Werben eines Mannes um eine Frau, aber auch die nachfolgende Erfüllung der Wünsche. Mann und Frau besingen abwechselnd ihre Liebe zueinander, ihr Verlangen nach dem/der anderen und preisen die Schönheit der geliebten Person. Eine fortschreitende Handlung ist kaum auszumachen, vielmehr geht es um das wechselvolle Zusammenspiel von Begehren und Erfüllung, von Trennung und Vereinigung. Dabei fällt auf, dass die weibliche Sprecherin wesentlich häufiger zu Wort kommt als ihr männliches Pendant. 

Abgerundet wird dieses Projekt durch Bilder zur mediterranen Mythologie der Griechen und Römer sowie zu den mittelalterlichen Carmina burana, die Jahrhunderte später von Carl Orff vertont wurden.

Die Projekte:

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Carmina burana

Die Ghaselen des Hafis

Der persische Dichter aus dem Mittelalter fasziniert mit ungewöhnlichen Versen und Gedanken.

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Das Hohelied Salomons

Der weise König, der vor nahezu 3000 Jahren lebte, zeigt im Hohelied sehr irdische Züge.

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Mythologie der Griechen, Vorderasiaten und Römer

Die Sagen und Erzählungen der Anrainer des Mittelmeers – von Göttern und Menschen

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Musen

Die Patroninnen der Schönen Künste, die sich bis heute in den Köpfen der Kreativen festgesetzt haben.

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Carmina burana

Die in mittelalterlichem Latein und mittelhochdeutsch gedichteten Carmina burana bilden einen reizvollen westlichen Gegenpol zu den orientalischen Schriften.

Viele werden die Vertonung von Carl Orff kennen.

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