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Artikel zum Thema: Texte zur Kunst


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Geschrieben von admin am Donnerstag, 19. Juli 2012

1. Kunst ist jede Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist.
Kann ein Mensch sich gut verbal in der Öffentlichkeit artikulieren, spricht man von Redekunst.
Behandelt ein Arzt einen Patienten gut, nennt man es Heilkunst.
Schafft es ein Mensch, einem Granitblock durch Behauen eine Gestalt zu entlocken oder eine Leinwand mit Farbe zu bedecken, nennt man ihn einen bildenden Künstler.
Tanzt ein Paar auf der Bühne den Pas de deux, dann stehen zwei darstellende Künstler auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
2. Kunst im engeren Sinne - das sind Ergebnisse menschlicher Tätigkeit, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind.
Setzt ein Mechatroniker einen defekten Motor instand, so folgen seine Handlungen einem festen Ablauf, der vom Hersteller oder Werkstattleiter vorgegeben ist: Prüfen, demontieren, Defektes ersetzen, zusammenbauen, Funktion überprüfen.
Sitzt oder steht ein Maler vor einer leeren Leinwand, so ist es seiner Vorstellungskraft überlassen, was und wie er verändert.
3. Die Freiheit der Kunst ist in vielen Ländern per Gesetz garantiert.
In Deutschland wird sie in Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes als Grundrecht anerkannt.
Andere Länder haben teils sehr unterschiedliche Vorstellungen von der Freiheit der Kunst.
4. Kunst ist das Ergebnis eines kreativen Prozesses.
Kreativität gibt es nur in lebenden Systemen. Kreativität ist ein schöpferischer Umgang des Gehirns im Austausch mit der Umwelt. Kreativität ist ein permanenter Kampf zwischen Ordnung und Chaos, zwischen konstruktiven und destruktiven Mächten, ist eine Neukombination von Informationen (Holm-Hadulla).
5. Auch der Schaffensprozess selbst ist Kunst, nicht nur das Endprodukt.
Der Künstler geht von einer Primäridee aus, die er mit seinen individuellen Ausdrucksmöglichkeiten realisiert. Dabei kann auch der Weg das Ziel sein, etwa bei temporären Installationen, sich selbst weiterentwickelnden künstlerischen Werken. Der Betrachter bekommt in diesem Fall einen temporären Blick auf ein dynamisches Geschehen.
6. Kunst fordert seine Rezipienten.
Wer ein Werk der bildenden Kunst betrachtet, ein Musikstück hört, mit allen Sinnen sich mit einem Kunstwerk auseinandersetzt, geht eine Interaktion ein. Die künstlerische Arbeit wirkt auf den Rezipienten ein, der sich auseinandersetzt und seinerseits Signale setzt, die zurückwirken. Dies kann eine flüchtige emotionale Äußerung wie Lächeln oder das Bekunden von Abscheu sein, aber auch eine Diskussion.
7. Kunst will (etwas) bewegen, wirken.
Wenn sich Kunst der Öffentlichkeit stellt, fordert sie Aktionen und Reaktionen ein. Das Konglomerat von kreativer Tätigkeit und der Beschftigung mit Anderer mit dem Ergebnis des Kunstschaffens kann Wege zeigen, Richtungen weisen, Ergebnisse anstoßen. Die Ergebnisse künstlerischen Schaffens können, richtig eingesetzt, auf Missstände aufmerksam machen, Veränderungen anregen, aber auch Positives unterstreichen.
8. Kunst lotet Grenzen aus
Im kreativen Prozess geht der Künstler ungegangene Wege, kombiniert Bekanntes zu Neuem oder erschafft noch nie Gewesenes. Er überschreitet oder verschiebt Grenzen. Die Tätigkeit des Künstlers ist eine lebenslange Suche.
9. Kunst ist dem Menschen eigen.
Die Fantasie, der Drang, sich auszudrücken, der Willen zu handeln sind wesentliche Bestandteile menschlichen Seins. Diese Eigenschaften sind je nach Individuum unterschiedlich ausgeprägt. Kunst benötigt erlernbare Fertigkeiten wie Materialkunde, handwerkliche Fähigkeiten. Doch macht die Kenntnis der additiven und subtraktiven Farbenmischung, der Pinselhaltung des Malers oder die motorische Perfektion des Pianisten noch nicht den Künstler aus. Erst durch eigenständige Ideen und den Drang, sich auszudrücken, Botschaften zu übertragen, Kunst zu leben wird aus dem Handwerk ein Kunstwerk.
10. Kunst ist wichtig!

Geschrieben von admin am Sonntag, 06. Februar 2011

Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Arbeit ist das Thema Holocaust- Schoah. Will man versuchen zu verstehen, was passierte, warum es passierte, warum es nicht zu verhindern war, muss man - trotz der ungebrochenen Medienpräsenz des Themas - selbst nachforschen: Viel Lesen - Primär- und Sekundärliteratur, Reisen an die Orte der Katastrophe, Reden mit denen, die es überlebt haben, Besuche der Gedenkstädten - allen voran Yad Vashem in Jerusalem. Der Film Schoah von Claude Lanzmann ist zu nennen mit seinen ungestellten Interviews mit Überlebenden und ihren Häschern, die Bücher des Italieners Primo Levi, der sein Jahr in Auschwitz und die Zeit danach so eindrücklich beschrieben hat, aber auch der entsetzliche Tatsachenroman Die Wohlgesinnten von Jonathan Littell.
Im Nachfolgenden sind einige Texte zusammengestellt, die mir unmittelbar beim Thema geholfen haben.

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Geschrieben von admin am Sonntag, 28. November 2010

Von Uwe Friesel

Geschichte, das haben freie Geister immer wieder erkennen müssen, ist nicht berechenbar. Sie entzieht sich dem Kalkül. Sie gleicht dem Anbranden von Meereswellen an die Küste unserer Gegenwart, von wo aus wir sie betrachten. Will sagen, wir betrachten sie nie an sich, nie als Gegenwärtiges, sondern stets in ihrer Wirkung auf uns, von heute aus. Geschichte ist die Wirkung von Vergangenheit auf die Gegenwart. Je nach geographischer Lage und politischer Absicht wird sie unterschiedlich interpretiert. Ihre Darstellung ist deshalb schwierig, fast wie ein Orakel. Hochrechnungen in die Zukunft gelingen noch seltener, und wenn, dann nur in vergleichsweise harmlosen Regelkreisen.

Zum Beispiel bestellt der Computer eines Kaufhauses, bei dem die Verkaufsergebnisse aller Kaufhauskassen zusammenlaufen, bestimmte Artikel neu, weil sie gut gehen und das Lager leer zu werden droht. Andere Waren bestellt er nicht wieder, weil sie sich als Ladenhüter erweisen. Doch selbst hier ist eine falsche Prognose nicht ausgeschlossen. Plötzlich kann wieder etwas in Mode kommen, was jahrelang "out" war. 'Rock 'n roll" etwa war "out", tot und begraben. Nur noch bärtige Väter hörten sich ab und zu die alten Schellackscheiben an, waren sie doch selbst einst mit Hilfe dieses Ohren zerfetzenden Lärms dem Mief der Wohlanständigkeit der fünfziger Jahre entronnen. Plötzlich, man weiß nicht warum, ziehen sich die Kids das Zeugs wieder ’rein, trotz gänzlich geändertem Sprachverhalten. Die Marketing-Strategen der Plattenbranche schwören uns Stein und Bein, es sei keinerlei Steuerung im Spiel gewesen. Dergleichen lasse sich nicht steuern. Wir dürfen ihnen das glauben, ja müssen froh darüber sein. Es wären sonst nur noch Bestseller von Trend-Settern, aber kein einziger neuer Gedanke im Umlauf.

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Geschrieben von admin am Samstag, 18. September 2010

Die kleinste aller Schöpfungsgeschichten
von Johanna Renate Wöhlke
Artikel zur WolfTek- Ausstellung Comfortable Landscapes in der Helmspark- Galerie, Hittfeld bei Hamburg

Als es Gott in den Sinn gekommen war, die menschliche Welt zu erschaffen, machte er viele Versuche. Jeder gute Baumeister hat keine festen Pläne im Kopf, er spielt und experimentiert mit Möglichkeiten. Er entwirft und verwirft. Er sieht und begutachtet. Er testet und entscheidet. Gott ist ein omnipotenter Planer und Spieler, ein Allmöglichkeitenspieler. Weil das so ist, hat er aus göttlicher Weisheit und wissendem Mitgefühl auch den Menschen ähnliche Möglichkeiten eingeräumt, aber davon will ich später erzählen.

Er nahm sich also Papier, vielleicht auch Stoff, malte sich seine Welt in bunten Farben und vielfältigen Formen auf und begann, mit den Abbildern seiner Welt zu experimentieren. Glatt und schön sollte die Welt aussehen,  so fand er zuerst. mehr...
Geschrieben von admin am Sonntag, 05. September 2010

Dieser Artikel erscheint in dem neuen südamerikanischen Kunstmagazin A&E, das zweisprachig - englisch und spanisch - über aktuellen Kunsttendenzen berichtet. Er beschäftigt sich mit dem geänderten Käuferverhalten im Bereich Kunst als Folge der Weltwirtschaftskrise.

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Geschrieben von admin am Sonntag, 21. Februar 2010

Freiheit in der Kunst

Die Welt der Kunst wird von Außenstehenden oft als ein Reservat der Freiheit angesehen. Kreative Freude anstelle von geregeltem Acht- Stunden- Job, das ungehemmte Verwirklichen von Ideen, das (farbenfrohe) Ausleben von Gefühlen: Die aktive Beschäftigung mit der Kunst erscheint denen, die von außen in diese Welt hineinlugen, als eine sehr begehrenswerte Lebensform.
Doch wie sieht es mit dieser Freiheit aus? Konnte und kann der Künstler wirklich in Freiheit seinen Intuitionen nachgehen? Oder ist auch er eingebunden in die vielfältigen Zwänge eines sozialen Miteinanders?
Lassen sie uns dies untersuchen! mehr...
» Substance: pragmaMx » Style: Ahren Ahimsa